Da auf meinem persönlichen Blag doch recht wenig los ist, habe ich mich dazu entschlossen, hier in regelmäßigen Abständen auf Musik aufmerksam zu machen, die ich meiner geneigten Leserschaft (also allen 3) ans Herz legen möchte. Beginnen wir das Ganze mit…
Converter – Blast Furnace

Gleich eine Vorwarnung: Eure Boxen sind nicht kaputt und werden es überleben. Eure Ohren auch. Für etwaige Schäden am Gehirn kann ich allerdings keine Garantie übernehmen. Wer sich gerne Beats um die Ohren fetzen lässt, dreht den Bass-Regler bitte mal auf 14:00 und legt seine Füße auf den Subwoofer, angenehmere Fußmassagen bekommt man selten so billig. Viel mehr bleibt nicht zu sagen. Es ist Industrial, dreckiges Industrial, sogar so dreckiges Industrial, dass man seine Ohren waschen und die Scheibe in einem Bleibehälter luftdicht verpacken möchte. Entlohnt wird man für das relativ umständliche Handling durch großes Kopfkino und “Stimmungsmusik”, die einen allerdings nicht gerade in Schunkellaune versetzt.
Anspieler: Blast Furnace, Be Broken
Weiter geht es etwas ruhiger und gediegener, vielleicht auch etwas leichter – und zwar mit:
3 – Revisions

Man merkt’s: Ganz andere Ecke. Diesmal zur Abwechslung eher progressiv. Eher mittelmäßig experimentell, fast schon easy listening, auch wenn die englische Wikipedia die Musik als “experimental rock” bezeichnet. Und auch so eher kein großer Wurf, allerdings kann man in der Ecke dieser Band sehr gut graben.
Anspieler: Lexicon of Extremism (herausragende akustische Gitarrenarbeit)
Und damit der Samstag nicht ganz so “easy endet”, gibts noch was, was man sehr selten in der CD-Abteilung von diversen Elektrohandelsketten findet. Es geht um eine Scheibe einer Band, die eigentlich in der Black-Metal- und Pagan-Szene bekannt ist. Lasst euch davon nicht abschrecken, es ist nur:
Ulver – Perdition City

Eine eher nicht besonders ernstgemeinte Grundregel des Black Metal ist: “Lass deine Freundin niemals in deiner Band spielen, auch wenn sie nur Flöte spielt”. Ob das auch für Drumsequencer und Synthies gilt? Wenn ja, sind Ulver definitiv eines Regelverstoßes schuldig. Man mag sich fragen: Was kommt dabei heraus, wenn man solchen Leuten Elektronisches Spielzeug gibt? Die Antwort befindet sich in gepresster Form hinter diesem Cover. Auch hier werden fremdartig anmutende Rhythmen mit Geräuschen und kleinen Melodien kombiniert, was beim Schließen der Augen echt abgefahrene Bilder erzeugt. Keine Wohlfühlmusik, aber ein Perfekter Soundtrack zur Meditation. Und ein netter Ausblick in die Zukunft der Musik mit dem
Anspieler: The Future Sound of Music
A Propos Ausblick: Eine Electro/Dubstep/Metal-Ökumene steht offenbar kurz bevor. Nach Pendulum, die mit “Self vs. Self” auf dem großartigen Album “Immersion” mit In Flames zusammen eine wundervolle (Wörtlich: Man wundert sich, wie geil der Scheiß abgeht!) Kooperation abgeliefert hatten, schalten sich jetzt auch KoRn in diese Diskussion ein. Das Resultat wird eine “im Mai” erscheinende EP sein, die mit dem Dubstep-DJ Skrillex zusammen produziert wird. Einen Vorgeschmack darauf gibt es hier.